die ersten worte
sie sollen bedeutsam sein
ich will sie halten, wie ein kind
sie in den erstarkenden armen wiegen

meine ersten worte
leg ich in die ewigkeit
und eine ewigkeit liegt in ihnen

kleide sie in
sanftmut verschiedenster farben
wispre und trample nicht, sei
nie zu laut, doch niemals zu leise

hülle sie in dein klingstendes schweigen
denn diese worte lege ich in die ewigkeit
und eine ewigkeit liegt in ihnen

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auf und unter meiner haut

wortlos erzählen wir
einander unsere geschichten
meine male ich rhythmisch auf
und unter meine haut

neben dem herzen
märchen in deiner schönsten schrift
über sonnige tage im dunkel und
so manche stunde im regen

meine augen zeichnen mich
merk mir mein reinstes, bestes gefühl
denn wiedersehenslächeln schmeckt immer
seltener salzig jetzt

sanfte muster umranken
meinen körper, meine wahrheit
so werde ich mandala, so fang ich mich
in neuen farben ein

©nataliebella

Worte zur Nacht

 

 Sie drückt die Stirn an die Wand,
 weil sie einen kühlen Kopf bewahren will.
 Bis kalte Gänsehaut über ihren Körper jagt
 und dunkle Gedanken all das Licht ertränken, 
 das sie tagsüber dem Himmel stahl. 
 
 
 In Schwarz-weißer Unsichtbarkeit 
 seht ihr sie tanzend in der Nacht, 
 denn wenigstens in ihren Träumen
 lernt sie zu fliegen.
 
 
 Erträgt sie die Stille nicht mehr
 murmelt sie leise Geschichten ins Dunkel, 
 die im Schwarz beginnen zu glühen.
 Aus Worten spannt sie sich einen Sternenhimmel.
 Aus Worten malt sie sich eine reine Welt. 
 
 
 
                      Natalie Bella, 14.01.16

wenn zuckerwatte aus dem himmel fällt

wenn zuckerwatte aus dem himmel fällt
warten wir, bis schneeflocken
prickelnd auf unserer zunge
tauen und wir erschauern jedes mal

eiskristalle schweben so leicht
auf unser lachen zu, dass wir
beginnen , die existenz der
schwerkraft ernsthaft zu bezweifeln

hand in hand im schneesturm
lassen wir uns umwirbeln
bis wir zum schneeengel werden
unsere weißen schwingen ausbreiten

denn wenn wieder zuckerwatte
in unsere gesichter fällt
werden wintermärchen wahr
und menschen lernen fliegen

©nataliebella, 26.11.2015

herbstimpression

sanftrote
herbstküsse
im sonst noch
grünen 
baummeer
weiche wellen
wiegen die kronen
in unstillbaren
rhythmen.

nur die silhouette
der berge ist noch
sichtbar, während
sich die wolken
langsam lila färben
und verblassen, um
morgen wieder
da zu sein.

wundersame
vogelstimmen singen
melodien, die allzu
sehr nach gute-nacht-
lied klingen
und warmes licht
malt uns lächeln
ins gesicht.

©nataliebella